Umgang mit Auffälligkeiten bei Kindern


Jedes Kind ist in seiner Art einzigartig, doch extreme Abweichungen vom Üblichen geben Anlass, zu intervenieren. Dabei unterscheidet das Seminar zwei Herangehensweisen. In der therapeutischen Herangehensweise werden die Auffälligkeiten als Symptom für eine tieferliegende Störung betrachtet. Daraus folgt die Fragestellung, wie können die Ursachen aufgedeckt und behoben werden und wer verfügt über die dazu notwenigen Ressourcen.

Die pädagogische Herangehensweise dagegen sucht in erster Linie nicht nach Ursachen. Sie beschreibt die Auffälligkeit vielmehr als ein Lern- und Entwicklungsthema und überlegt, welche Lernschritte notwendig sind, um die Auffälligkeiten durch angemessenes Verhalten zu ersetzen. 

Die Fortbildung reflektiert auch, ob und welche konzeptionellen Anpassungen in der Einrichtung im Umgang mit Auffälligkeiten notwendig und möglich sind. In diesem Zusammenhang greift das Seminar auch das Thema Elternarbeit auf und beschreibt, welche Formen von Kooperation und Abgrenzung nötig und möglich sind.

 

Die Veranstaltung ist als workshop konzipiert, in dem die Teilnehmer anhand von mehreren Fallbeispielen der Einrichtung erarbeiten, welchen Beitrag die Pädagoginnen, das Team, die Einrichtung als Ganze, die Eltern und Dritte leisten können, um dem Kind zu helfen. Es werden aber auch Belastungsgrenzen und Maßnahmen zur Abgrenzung und zur Psychohygiene diskutiert.

 

Ablauf:

  • Therapeutischer vs. Pädagogischer Ansatz im Umgang mit Auffälligkeiten
  • Ursachen von Auffälligkeiten
    • multifaktorielle Erklärungsansätze
    • Hypothesenbildung und -prüfung
  • Interventions- und Fördermöglichkeiten in der Kita
  • Elternarbeit
  • Möglichkeiten konzeptioneller Anpassungen
  • Maßnahmen zur Entlastung und Psychohygiene
  • Fallbeispiele